Istrien

Urgeschichte in der westlichen Welt ist vor allem auch in Istrien zu entdecken. Bei einer Reise durch das Land kann man sich festgestampfte Fußabdrücke von Dinosauriern entlang der Küste neben Bale und in der Nähe von Pula anschauen. Aber nicht nur das macht das Land bereisenswert. Sobald man die Halbinsel Istrien erreicht hat beginnt eine Reise in die mediterrane Welt. Laut Überlieferung erhielt Istrien seinen Namen von seinen ursprünglichen Bewohnern, Angehörige des illyrischen Stammes, den Histriern. Sie siedelten in der Nähe des Flusses Timava bis hin zur Uèka, bzw. bis zum Fluss RaÅ¡a.

Als Ausgang Mitteleuropas zum adriatischen Meer war Istrien vor allem wegen seiner strategischen Lage vielen Eroberungen unterworfen und jede Eroberung hinterließ sichtbare Spuren. Viele Denkmäler stammen noch aus der römischen Zeit, besonders sichtbar in Pula und Porec. Nach den Römern herrschten in Istrien die Goten, anschließend Byzantiner, Slawen, Awaren, Slowenen, Kroaten, Franken sowie die Patriarchen von Aquilea.

150 Jahre venezianische Herrschaft, Einfluss der Habsburger, sowie eine anschließende Österreichische Verwaltung bescherten Istrien ein prächtiges Kulturerbe. Jedoch erlitt Istrien im ersten und zweiten Weltkrieg und auch unter der italienischen faschistischen und deutschen Okkupation schweren Verlust und Zerstörung. Wie ein Phönix aus der Asche hat auch Istrien sich den eigenen Charme zurückerobert. Als wunderbar vielfältige Miniaturwelt unterhalb der Alpen und als größte Halbinsel der Adria taucht man hier ins mediterrane tiefblaue Meer. In den vergangenen vierzig Jahren hat sich Istrien zu einer der führenden touristischen Regionen Kroatiens entwickelt. Am bekanntesten sind hier wohl Umag, Rovinj, Rabac, Medulin, Pula mit seinem Amphitheater und noch einige mehr.
Auf einer kroatischen Landkarte präsentiert sich in einer Herzform das Juwel Istrien im westlichen Teil des Landes. Da, wo die fruchtbaren Felder bis ans Meer reichen, da wo die Sonne das Wasser berührt, da liegt Istrien.

Wer im Urlaub Nervenkitzel sucht, der sollte die Ruinenstadt Dvigrad aufsuchen. Im frühen Mittelalter wurden die beiden direkt nebeneinander liegenden Burgfestungen, Parentino und Moncastello, errichtet. Aus diesen beiden Burgen entstand die Doppelburg Dvigrad. Als die Pest 1631 wütete, verließen alle Bewohner Dvigrads panikartig die Festung und gründeten daraufhin Kanfanar. Noch heute beherbergt die Pfarrkirche von Kanfanar eine Statue der heiligen Sofia mit zwei Burgen in ihren Händen.

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